Rückblick

Ehemaliges Zollhaus an der deutsch-belgischen Grenze

Als nach dem Schengener Abkommen 1995 die Grenzen geöffnet wurden, harrten die ehemaligen deutsch-belgischen Zollstationen der Abrissbirne. Sie kam zum Glück nicht zum Einsatz, denn es gab neue Visionen und Akteure am Standort Köpfchen. Diese grün­deten 2002 bzw. 2006 den grenzüberschreitenden Kulturverein KuKuK. Mit vielen Ehrenamtsstunden wurde das von der Stadt Aachen erworbene deutsche Zollhaus um­gebaut und das belgische von der Stadt Raeren gepachtet. Die beiden Gebäude, verbunden durch einen »Steg«, sind nun attraktive Begegnungsorte für Besucher von diesseits und jenseits der Grenze. Sie genießen Kunstrouten, Ausstellungen, Konzerte, Naturerlebniswanderungen uvm.

Rahmenprogramm

Ab 19:30 Spaziergänge rund um das KuKuK-Gelände mit Stationen am Westwall, am Baumhaus und an den Zyklopensteinen. Musik von belgischen und deutschen Künstlern. Dr. Herbert Ruland von der autonomen Hochschule in der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG) berichtet über die wechselhafte Historie der deutsch-belgischen Grenze.

Das brandneue Testament

Gott existiert. Er lebt in Brüssel. Doch das ist leider nur die eine Seite der Medaille. Denn der Allmächtige ist kein weiser Weltenlenker, sondern ein Familienvater, der frustriert im Bademantel durch die Wohnung schlurft und Frau und Tochter Éa tyrannisiert. Ansonsten hockt Gott vor seinem Computer und tüftelt mit diebischer Freude jene dummen, sadistischen Gebote aus, die zu den Fragen führen, die die Menschheit bewegen: Warum fällt der Toast immer auf die Marmeladenseite, und weshalb erwischt man im Supermarkt grundsätzlich die langsamste Schlange an der Kasse? Als wäre das nicht schon schlimm genug, lässt er immer wieder Dampf ab, indem er Naturkatastrophen oder Kriege arrangiert. Irgendwann hat Éa die Nase voll. Höchste Zeit für eine Lektion, findet sie.

Regie: Jaco van Dormael
Mit Benoît Poelvoorde, Catherine Deneuve, François Damiens, Yolande Moreau, Pili Groyne
Tragikomödie, F/B/L 2015
116 Min.; FSK 12

 

Kurzfilm

DER WECHSEL

Ein entliehener 50 Euro-Schein wechselt die Besitzer und tilgt dabei alle Schulden – eine Parabel auf die aktuelle Schuldenkrise und Theorie der Geldzirkulation, als Hommage an den frühen Stummfilm in Szene gesetzt.

Regie: Markus Mischkowski und Kai Maria Steinkühler
D 2016, 6 Min.

Anfahrt

Navi: Eupener Straße 420 (ehem. deutsches Zollhaus)

52076 Aachen

ÖPNV: Linie 14 ab Hbf oder Bushof Aachen
Rg. Eupen, Haltestelle Köpfchen