In Lille fing vor 20 Jahren alles an

1997 wurde mir anlässlich einer Tagung über Filmkultur in Europa das Projekt Cinésites vor­gestellt, die französischen Veranstalter warben für weitere Austragungsorte ihres Open Air-Kinokonzeptes, ich war sofort begeistert. Das Filmbüro NW, die damalige kulturelle Film­förderung mit Sitz in Mülheim an der Ruhr, genehmigte zunächst ein wenig skeptisch einen Probelauf an fünf Orten, und so fand der erste FilmSchauPlatz in Mülheim statt – mit »Farinelli«, einem der ersten Filme, den die 1991 gegründete Filmstiftung NRW gefördert hatte. Nach dem erfolgreichen Start konnten wir die FilmSchauPlätze als jährliche Sommer­kinoreihe in NRW etablieren, und das blieb auch so, als Filmstiftung und Filmbüro 2003 zusammengingen, bis heute, wo wir bereits die 20. Ausgabe feiern.

Dabei hat sich das Konzept in all den Jahren nicht verändert, und dem muss an jeder Spielstätte Rechnung getragen werden: Ein besonderer Ort findet seine Entsprechung in einem besonderen Film, ebenso wie in einem passenden Rahmenprogramm, dazu ein Angebot von Speisen und Getränken – auch Picknick muss erlaubt sein – und das bei freiem Eintritt!

NRW erwies sich als ideale Region für die anspruchsvolle Veranstaltungsidee. Die FilmSchauPlätze locken an Orte, die oft völlig unbekannt sind oder sonst nie zum Ziel eines Ausflugs geworden wären. Besucher und Besucherinnen sind immer wieder begeistert über die Vielfalt der nordrhein-westfälischen Landschaften, Innenstädte, Industrie­­denk­mäler, Burgen und Schlösser und Park-Anlagen, zumal diese Juwelen oft in den entlegensten Winkeln des Landes liegen. So verwandelten sich im Laufe der Jahre bereits 139 verschiedene Orte für eine Nacht in ein Open Air-Kino.

Dazu fanden sich immer wieder engagierte Veranstaltungspartner, meistens Kultur-oder Touristikämter, aber auch viele Organisationen und Vereine einzelner Baudenkmäler, deren Zuverlässigkeit und Einsatz beeindruckend sind. Sie ermöglichen einzigartige Rahmenprogramme, seien es Führungen, Musikdarbietungen, Ausstellungen oder Präsentationen, die ihrerseits die Vielfalt des Landes und der Spielstätten widerspiegeln. Das kulturelle Erleben wird durch das Zusammenspiel von Ort und Film intensiv wahr­genommen und lässt beides in neuem Licht erscheinen, der gemeinsame Filmabend vor einer großen Leinwand wird von allen Generationen geteilt und als besonderes Erlebnis geschätzt. Das Wetter ist dabei nicht immer auf unserer Seite. Aber auch wenn es nicht mitspielt, rüsten sich die wahren Fans dementsprechend und genießen die Kinonächte bei allen Wetterlagen. Und so freuen wir uns alle, wenn es denn wieder losgeht mit der mobilen Leinwand im Gepäck und den vielen Überraschungen, die auf uns warten – denn alles kann man nicht vorhersagen…

Auf bald bei den FilmSchauPlätzen NRW!

Ihre Anna Fantl

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