Emsufer zum Rückblick

Ein Fremdkörper mitten in der Stadt – so präsentierte sich die brach liegende Emsaue, eingezwängt von den Deichen und durchschnitten von der kanalisierten Ems, bevor das Gemeinschaftsprojekt »Greven an die Ems!« sie 2007 aus dem Dornröschenschlaf weckte. Bis 2006 trennte das Areal die Ortsteile »Greven links der Ems« und »Greven rechts der Ems«. So ist es im Einklang mit dem Naturschutz gelungen, den Fluss aus seinem kanalisierten Bett hervorzulocken und ins Blickfeld zu rücken. Entlang der Deichlinie wurde in den vergangenen Jahren ein Skulpturenpfad angelegt. Viele Kunst­objekte wurden bereits installiert, weitere Blickpunkte werden in diesem und den nächsten Jahren ergänzt. Strandwirt ‚Tankis‘ Bar, ein Beach- und ein Boulefeld und die abwechs­lungsreich umgestaltete Aue selbst bieten ein attraktives Ambiente für stimmungsvolle Stunden und Urlaub vom Alltag.

Rahmenprogramm

Ab 18.30 Uhr: Führungen auf dem neu gestalteten »Skulpturenpfad« am Emsdeich und in der Emsaue. Vor der »Leinwand« zeigt die Münsterländische Freilichtbühne Greven-Reckenfeld Highlights aus dem aktuellen Programm. Turniertänzer des TSC Ems-Casino Blau-Gold Greven präsentieren die Faszination und Eleganz des Tanzens.

Anfahrt

Bahn (Linie Münster – Rheine – Emden): Vom Bahnhof zum Veranstaltungsgelände am gegenüberliegenden Emsufer sind es nur 150 Meter über die Fußgängerbrücke.
Bus: Der Busbahnhof befindet sich ca. 200 m entfernt.

Besucherandrang am Emsufer in Greven

In Greven, zum ersten Mal dabei, wurde die FilmSchauPlätze-Leinwand am Flussufer in der Emsaue aufgebaut, und knapp 600 Besucher kamen, um das Kinoerlebnis zu genießen. Darunter waren nicht nur viele Grevener und junge Leute, sondern auch zahlreiche Schaustellerfamilien, die mit ihren Wagen schon nebenan für die Grevener Kirmes lagerten. Sehr beliebt waren die Führungen durch den neu gestalteten Skulpturenpfad, angeboten von Werner Peters von der Initiative EFI (Erfahrungswissen für Initiativen):

beide Termine waren komplett ausgebucht, ein dritter scheiterte nur am Zeitmangel. Gastronomisch wohlversorgt mit Flammkuchen, Popcorn und Getränken – natürlich auch münsterländisches Bier – von der Strandbar vor Ort, konnten die Zuschauer dann ein maßgeschneidertes Musikprogramm von Mitgliedern der Freilichtbühne Greven-Reckenfeld genießen. Sängerin Lea Bröker und ihre Begleiter hatten Titel aus Musicals von „Porgy & Bess“ über „Westside Story“ bis zu „Elizabeth“ zusammengestellt und ernteten viel Applaus für ihre perfekte Einstimmung auf das Filmprogramm.

Mit Einbruch der Dunkelheit begrüßte Anna Fantl das Publikum gemeinsam mit den Musikern, mit Werner Peters, dem Initiator des Grevener FilmSchauPlatzes, und Peter Hamelmann vom Verein Greven Marketing, der allen Beteiligten, Helfern und Sponsoren herzlich dankte. Anna Fantl stellte dann das Filmprogramm vor, besonders den Kurzfilm „The Wave“ von Sae Yun Jung, für den es respektvollen Applaus gab. Deutlich begeistert war das Publikum dann von „LaLaLand“. Am Ende des Abends gab es Beifall für den gelungenen Abend und den Wunsch vieler Zuschauer: „Greven soll auch im nächsten Jahr wieder dabei sein!“

 

La La Land

Die junge Schauspielerin Mia und der Jazz­musiker Sebastian haben beide den Traum, es in Los Angeles zu schaffen, auch wenn sie sich bis dahin mit miesen Nebenjobs durchschlagen müssen. Doch auf dem Weg zum Erfolg muss das ambitionierte Paar Entscheidungen treffen, die ihre junge Liebe gefährden. Mit seinem zweiten Kinofilm gelang dem Regie-Wunderkind Damien Chazelle eine bezaubernde Liebeserklärung an das Leben und an Los Angeles, die Stadt der Träume, für die er als Bester Regisseur u.a. mit einem Golden Globe und mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Ryan Gosling und Oscar-Gewinnerin Emma Stone berühren mit selbst gesungenen Liedern und hinreißenden Tanznummern. »La La Land« ist großes, musikalisches Gefühlskino!

Regie: Damien Chazelle
Mit Ryan Gosling, Emma Stone, John Legend J.K. Simmons;
Musikfilm/Romanze, USA 2016;
127 Min; FSK 0

 

Kurzfilm

The Wave

Als Monsterwelle bezeichnet man eine Welle, die von weit her mit einer enormen Kraft herankommt. Dieser Film basiert auf einer wahren Begebenheit und handelt vom Schicksal der Menschen, welche von den Wellen mitgerissen wurden.

Regie, Buch und Animation: Sae Yun Jung
2017, 14 Min.
KHM Köln