Kurpark zum Rückblick

Pilger aus der »Fremde« kommen nach Heimbach schon seit mehr als 500 Jahren, um in der Abtei Mariawald zum »Gnadenbild der Schmerzhaften Mutter« zu beten, einer Pieta, die heute in der Salvatorkirche auf­bewahrt wird. Vor reichlich 100 Jahren entdeckten Wanderfreunde die Wälder und Berge rund um Heimbach, und der touris­tische »Fremdenverkehr« setzte ein, bis heute ungebrochen. Kurse der Internationalen Kunstakademie werden aus aller Welt gebucht. Für unsere holländischen Gäste wird es hier geradezu voralpin. Der nahe Rursee mit seinen rauen Fallwinden gilt als Segler-Paradies. Seit 2015 aber sind in Heimbach auch Fremde willkommen,die vor Krieg und Gewalt in ihrer angestammten Heimat geflohen sind.

Rahmenprogramm

Ab 17:30 Uhr:
– Wanderung rund um den »Kleinen Rursee« mit Besichtigung des Jugendstil-Wasser-Kraftwerks, Dauer ca. 2,5 Std., Treffpunkt: im Kurpark
– Historischer Stadtspaziergang und Besuch der Internationalen Kunstakademie mit dem Leiter Prof.Dr. Zehnder, Treffpunkt: Kurpark
– Getränke-Ausschank und passend zum Film diverse kulinarische Snacks

Anfahrt

52396 Heimbach, Hengebachstraße, Parkplätze »Über Rur« oder »An der Laag«

ÖPNV: Rurtalbahn von Düren nach Heimbach (Rückfahrt nach Filmende nicht mehr möglich);
Weitere Infos, auch zu Übernachtungen in Hotels/ Pensionen oder Campingplätzen bitte unter www.rureifel-tourismus.de nachschauen

Herrenlikör und exotisches Gebäck in Heimbach

Am Samstag, 17. August, versammelten sich knapp 300 Besucher, teils aus Heimbach und teils extra angereist, vor der Leinwand der FilmSchauPlätze im Kurpark. Die Vereine und Institutionen, von der Stadt selbst über die Kunstakademie bis zu den Kulturfreunden, hatten mit viel Engagement ein umfangreiches Rahmenprogramm zusammengestellt. Sehr gut besucht war die Wanderung zum nahegelegenen Jugendstil-Kraftwerk am Kleinen Rursee, ebenso wie die Führung durch die Internationale Kunstakademie. Der Vlattener Singer und Songwriter Pascal Metzger bekam viel Applaus für die musikalische Unterhaltung. Nur in Heimbach gibt es zudem von echten Filmprofis servierte Bratwürste und die köstlichsten süßen Backwaren aus aller Welt, zubereitet und verkauft von geflüchteten Frauen.

Zu Ehren von Frank Döhmann, Professor an der KHM und in Heimbach Mitarbeiter am Bratwurststand, hatte Anna Fantl von der Filmstiftung den Vorfilm ausgetauscht und durch die frisch für die First Steps nominierte KHM-Produktion „Armed Lullaby“ von Yana Ugrekhelidze ersetzt, die Döhmann auf Bitten von Anna Fantl kurz vorstellte. Peter Cremer, Bürgermeister von Heimbach, freute sich, dass Heimbach schon zum zweiten Mal zum FilmSchauPlatz wurde und lobte den Verein der Kulturfreunde für sein Engagement bei der Vorbereitung der Veranstaltung. Von Anna Fantl nach vorn gebeten, begrüßte auch der Landtagsabgeordnete Karl Schultheis die Gäste und legte ein deutliches Bekenntnis zu den FilmSchauPlätzen ab, die er schon lange begleite und deren Weiterbestehen er auf jeden Fall unterstützen würde. Anschließend kam eine Flasche Likör ins Spiel: Ursprünglich ein Geschenk des Aachener Filmemachers Michael Chauvistré, der ebenfalls in Heimbach war, hatte Anna Fantl die Flasche Degraa-Herrenlikör mitgebracht und bat Schultheis, sie nach Gutdünken an jemanden zu überreichen, der sich um den FilmSchauPlatz verdient gemacht hatte. Schultheis zögerte nicht lange und übergab den Likör – eine Rarität, da nicht mehr hergestellt – mit einem herzlichen Dank an Peter Cremer und sein Team. Derart eingestimmt zeigte sich das Publikum begeistert von „Madame Mallory und der Duft von Curry“ und blieb trotz gelegentlicher Regentropfen bis zum Ende gebannt vor der Leinwand sitzen.

Madame Mallory und der Duft von Curry

Es ist ein beschauliches Dorf in Südfrankreich, wo Madame Mallory ihr Sterne-Restaurant »La Saule Pleureur« betreibt. Das Idyll zerbirst, als eines Tages die indische Familie Kadam ins Dorf zieht. Familienoberhaupt Papa möchte nach einem traumatischen Erlebnis in der alten Heimat hier sesshaft werden und eröffnet ein indisches Restaurant, direkt gegenüber von Madame Mallorys Gourmet-Tempel. Schnell bauen sich erste Spannungen auf, da springt Papas Sohn Hassan über den Schattten und tritt bei Madame Mallory eine Ausbildung an. Das erfreut auch die junge Französin Marguerite. Das kulinarische Wohlfühl-Kinomärchen entstand nach dem Bestseller von Richard C. Morais und wurde produziert von Steven Spielberg und Oprah Winfrey.

Regie: Lasse Hallström
Mit Manish Dayal, Helen Mirren, Om Puri, Charlotte le Bon
Drama, kulinarisches Märchen
2014
123 Min., FSK 0

 

Kurzfilm

Bienville Parish

Frida und Lea sind seit 4 Jahren ein Paar, aber ihre Beziehung steckt in der Krise. Um die Kurve zu kriegen, beschließen sie zu spielen, wie damals, als alles noch gut war: Frida wird Bonnie, Lea wird Clyde. Schließlich müssen sie realisieren, dass es für Bonnie und Clyde kein Happy End geben kann.

Regie: Arthur Brux
2018, 12 Min.
ifs Köln