Otto Pankok Museum zum Rückblick

Auf dem ehemaligen Gut Esselt setzte sich Otto Pankok im Alter zur Ruhe – ohne ruhig zu werden. Fernab von aller städtischen Betriebsamkeit der Menschen zog er sich aufs Land zurück, blieb ihnen aber weiterhin nahe. Im Otto Pankok Museum können Besucher heute seiner humanitären Haltung, die in seinem umfangreichen künstlerischen Werk Ausdruck findet, an diesem authentischen, in die Stille der Natur eingebetteten Ort nachspüren. Hier kommt man dem Künstler so nah wie nirgends sonst. Das Wohnhaus auf Esselt ist heute noch so, wie es die Pankoks nach Einzug eingerichtet und gestaltet haben. Neben dem Wohnhaus liegt das ehemalige Wirtschaftsgebäude, in dem sich heute das Otto Pankok Museum und auch das Otto Pankok Archiv befinden. Das Museum wird derzeit umfangreich modernisiert.

Rahmenprogramm

Ab 17:00 Uhr: Sie können sich mit dem LandschaftsMalerRucksack auf die Spuren des Künstlers begeben, selbst kreativ werden und die idyllische Landschaft rund um Haus Esselt erkunden. Ab 19:00 Uhr: Im Wohnhaus Lesung von Texten Otto Pankoks über seinen »geistigen Wahlverwandten« Vincent van Gogh – ebenso werden Werke Pankoks zu van Goch gezeigt.

Anfahrt

Navi:
Otto Pankok Weg 4
46569 Hünxe

ÖPNV:
Ab Wesel Bf mit dem Bus 72 14 Min. bis Hamminkeln Brünen Elmar, dann ca. 17 Min. zu Fuss (1,4 km)

Kunstgenuss vor traumhafter Kulisse in Hünxe

„Loving Vincent“ im traumhaft schönen Park des Otto Pankok Museums in Hünxe dürfte zu den kulturellen Höhepunkten der diesjährigen FilmSchauPlätze gehören. Gut 200 Besucher fanden den Weg zum Museum und entdeckten dort einen der verstecktesten, aber, da war man sich einig, schönsten Kulturorte Nordrhein-Westfalens. Der ganze Abend stand im Zeichen der Kunst: Das Museum hatte „MalerRucksäcke“ bereitgestellt und fast 40 Besucher nahmen das Angebot an: Ab 17 Uhr stieß man im ganzen Park auf Amateurmaler, die sich Papier und Kohle geschnappt hatten und bei strahlendem Sonnenschein auf Otto Pankoks Spuren die Natur festhielten. Ein Hit waren auch die zwei überfüllten Lesungen von Carlo Steimel aus Texten von Otto Pankok über seinen „geistigen Wahlverwandten“ Vincent van Gogh. In der Zwischenzeit sorgten die ehrenamtlichen Helfer der Stiftung mit Frikadellen, Brezeln und Wein für das leibliche Wohl der Besucher.

Weitere Zuschauer kamen später am Abend extra für den Film dazu. Anna Fantl von der Filmstiftung hielt ihre Begrüßung kurz, denn „die Auswahl des Films für diesen Ort erklärt sich von selbst“. Wolfgang Matenaers, Vorstand der Stiftung, freute sich sichtlich darüber, dass so viele Besucher den Weg nach Hünxe gefunden hatten. Das Highlight kam jedoch, als Anna Fantl den Filmemacher Rainer Komers nach vorne bat. Er hatte Otto Pankok noch persönlich gekannt und beantwortete gern ihre Fragen zu seinen Besuchen in Hünxe bei dem Maler. Ein Wermutstropfen war der Regen, der pünktlich zu Filmbeginn einsetzte, doch die allermeisten Zuschauer waren von dem ungewöhnlichen und kunstvollen Film so beeindruckt, dass sie bis zum Ende blieben.

Nächste Station der FilmSchauPlätze ist Schloss Nordkirchen, wo am Donnerstag, den 15. August, „Das Leben ist ein Fest“ auf dem Programm steht.

Loving Vincent

125 Künstler aus aller Welt stellten mehr als 65.000 Einzelbilder her – für den ersten vollständig aus Ölgemälden erschaffenen Film »Loving Vincent«. Die Story: Ein Jahr nach dem Tod Vincent van Goghs taucht plötzlich ein Brief des Künstlers an dessen Bruder Theo auf. Der junge Armand Roulin erhält den Auftrag, den Brief auszuhändigen. Zunächst widerwillig macht er sich auf den Weg, doch je mehr er über Vincent erfährt, desto faszinierender erscheint ihm der Maler, der zeit seines Lebens auf Unverständnis und Ablehnung stieß. War es am Ende gar kein Selbstmord? Entschlossen begibt sich Armand auf die Suche nach der Wahrheit.

Regie: Dorota Kobiela und Hugh Welchman
Mit Douglas Booth, Chris O’Dowd, Robert Gulaczyk, Saoirse Ronan
Animation, Biografie, GB/Polen 2017
95 Min.; FSK 6

 

Kurzfilm

Umbra

Flirrendes Licht, das Rauschen der Blätter, kreisrunde Lichtflecken im Schatten eines Baumes. Die Sonne spiegelt sich im Wasser; sie ist Teil und Gegenüber. Betrachtet die Natur sich selbst? Eine filmische Meditation über die An- und Abwesenheit der Dinge. Der Film UMBRA widmet sich gewöhnlichen und seltenen optischen Erscheinungen, die in der Natur auftreten.

Buch, Konzept, Bildgestaltung, Montage: Johannes Krell, Florian Fischer
2019, 20 Min.
KHM Köln