Schloss Nordkirchen zum Rückblick

Als bedeutendste herrschaftliche Barock­anlage Westfalens gilt das Wasserschloss Nordkirchen mit seinen Parkanlagen. Nicht ohne Grund trägt das Ensemble aus dem frühen 18. Jh. den Beinamen »Westfälisches Versailles«. Nach den Plänen des westfälischen Barockbaumeisters Johann Conrad Schlaun wurde nicht nur das Schloss, sondern auch der prachtvolle Park errichtet. Die Gartenanlagen am Schloss und an der »Oranienburg« gehörten einst zu den wohl schönsten in Europa. Große Persönlichkeiten der europäischen Gartenkunst haben im Verlauf der Geschichte an der Entwicklung der Parkanlage mitgewirkt. Der französische Gartenarchitekt Achille Duchêne wurde mit der teilweisen Rebarockisierung Anfang des 20. Jhs. betraut. »Heiraten in der märchenhaften Kulisse des Westfälischen Versailles – diesen Traum erfüllen sich jedes Jahr hunderte Brautpaare aus ganz Deutschland und darüber hinaus.

Rahmenprogramm

Ab 19 Uhr: Offene Führungen durch den Schlosspark Nordkirchen; Konzert des Sinfonieorchesters der Musikfreizeit Nordkirchen.

Anfahrt

Navi:
Schloss 1
59394 Nordkirchen

ÖPNV:
Bahnhof im Ortsteil Capelle mit Anschluss nach Münster (Westf.) und Dortmund Hbf.

Hochzeit mit 900 Gästen auf Schloss Nordkirchen

Gut 900 Besucher strömten am Donnerstag, 15. August zum FilmSchauPlatz nach Schloss Nordkirchen, Rekord für die FilmSchauPlätze 2019 bislang. Die Veranstalter hatten ein der prächtigen Kulisse höchst angemessenes Rahmenprogramm vorbereitet: Die Jugendlichen der Musikfreizeit des Kreises Coesfeld, die in den Ferien im Schloss geprobt hatten, spielten mit viel Schwung Klassik und Filmmusik und ernteten lebhaften Applaus. Anschließend übernahm das „Nordkirchener Dorfgebläse“ und animierte das mehrheitlich junge Publikum sogar zu einer spontanen Polonäse rund um die Stuhlreihen. Großer Andrang herrschte derweil auch bei den Schlossführungen. Die zuständige Mitarbeiterin Birgit Beisch hatte eigens eine Führung „Nordkirchen als Filmschauplatz“ vorbereitet, die zwei Mal restlos ausgebucht war und nur aus Zeitmangel nicht noch öfter angeboten werden konnte.

Mit Beginn der Dunkelheit begrüßte zunächst die stellvertretende Bürgermeisterin von Nordkirchen, Mechtild Kammert, das Publikum. Anschließend dankte Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr der Filmstiftung ebenso wie dem Helfer-Team in Nordkirchen herzlich und lobte besonders das Konzept der FilmSchauPlätze. Anna Fantl ergänzte die Danksagungen und sorgte für einen Extra-Applaus für Markus Kleymann vom Kulturamt des Kreises Coesfeld als engagierten und tatkräftigen Organisator des Abends und früherer FilmSchauPlätze im Kreis Coesfeld. Bestens gelaunt, lehnten sich die Zuschauer in Stühlen, auf Decken und Liegestühlen zurück, als das Filmprogramm begann. Schon der Vorfilm „Mara“ von Hamid Ghanbariara und Adrianna Wieczorek bekam viel Beifall, bei der französischen Komödie „Das Leben ist ein Fest“ gab es reichlich Gelächter und am Schluss euphorischen Applaus.

Die nächste Station der FilmSchauPlätze ist der Kurpark von Heimbach in der Eifel am Samstag, 17. August, wo „Madame Mallory und der Duft von Curry“ läuft.

Das Leben ist ein Fest

Nach der Hochzeit ist vor der Hochzeit. Max kennt das Geschäft als Organisator und Caterer. Nie ging was schief, denn für Max und sein Team heißt das Motto: Wir passen uns immer an. Diesmal aber gerät selbst Max an seine Grenzen, denn der angehende Bräutigam Monsieur Pierre hat für seine Hochzeit ein Barockschloss gemietet und die ganze Feier ins kleinste Detail durchgeplant hat. Max lässt sich gern darauf ein, behält aber für sich, dass es bei seinem Personal zuletzt drastische und im Einzelfall riskante Änderungen gab. Bald laufen Dinge aus dem Ruder. Und als die Kühlmaschine fürs Fleisch ausfällt, der Fotograf ständig die Gäste brüskiert und ein Kellner mit der Braut zu flirten beginnt, kommt auch Max ins Schwitzen.

Regie: Olivier Nakache, Éric Toledano
Mit Jean-Pierre Bacri, Jean-Paul Rouve, Gilles Lellouche, Vincent Macaigne, Eye Haidara, Suzanne Clément
Komödie, Frankreich 2017
116 Min., FSK 0

 

Kurzfilm

Mara

Mara ist die Bezeichnung eines Nachtalbs, der einen einsamen Mann Tag für Tag nach der Arbeit heimsucht. Doch durch das Spiel mit der Gitarre findet er seinen zauberhaften Weg, die schönen Seiten seiner Mara zum Leben zu erwecken.

Regie, Buch und Animation: Hamid Ghanbariara, Adrianna Wieczorek
2018, 9 Min.
KHM Köln