Marktplatz Osterfeld zum Rückblick

Der vor kurzem neu gestaltete Marktplatz ist seit vielen Jahren zweimal in der Woche geprägt vom Wochenmarkt. Über das Jahr verteilt finden auch viele Feste hier statt. Osterfeld ist seit 1929 ein Stadtteil von Oberhausen. Zuwanderung und Tradition sind seit jeher Themen im Viertel. Viele Menschen lebten früher von der Arbeit im Bergbau und der Stahlindustrie. Der Strukturwandel hat natürlich auch Osterfeld getroffen und so wurde die Zeche 1988 still gelegt. Im Jahr 1999 wurde aus dem Gelände der ehemaligen Zeche Osterfeld die Landesgartenschau OLGA. Der Olga Park ist auch heute noch ein beliebter Ort für die Osterfelder. Das Café Jederman, das durch die Caritas betrieben wird, ist Kooperationspartner der Stadt. Menschen mit Handicap arbeiten in Küche und Service und sorgen bestens für das leibliche Wohl der Besucher.

Rahmenprogramm

Ab 20 Uhr: Für das leibliche Wohl sorgt das Team vom Bistro Jederman von der Caritas Oberhausen, ergänzt durch weitere lokale Anbieter. Die Coverband aus dem Ruhrgebiet, REDLINE, spielt Rock-Klassiker bis hin zu aktuellen Rock-Pop-Songs.

Anfahrt

Navi: Marktplatz Osterfeld (Parkmöglichkeiten in den umliegenden Straßen) 46117 Oberhausen, Der Marktplatz befindet sich im fußläufigen Teil. Er ist von allen Seiten erreichbar.

ÖPNV: Ab Oberhausen Hauptbahnhof: SB 92, SB93, 956 bis Osterfeld Mitte. Dann ca. 120 m Fußweg vorbei am Supermarkt – dann links halten und immer geradeaus

Ove in Oberhausen

Nach der erfolgreichen Premiere als FilmSchauPlatz 2018 verwandelte sich der Marktplatz des Oberhausener Stadtteils Osterfeld wieder in ein Open Air-Kino. Über 500 Besucher jeden Alters kamen und auf dem kompakten Marktplatz breitete sich die gemütliche Stimmung eines Nachbarschaftsfestes aus. Man saß auf den bereitgestellten Bierbänken oder mitgebrachten Klappstühlen, stärkte sich mit einem gastronomischen Angebot, das von Bratwurst bis Ayran reichte, auf den umliegenden Balkonen rückten viele Anwohner ihre Liegestühle zurecht. Derweil brachte die Ruhrgebiets-Band Redline mit Rock-Coverversionen das Publikum in Schwung und wurde am Ende mit enthusiastischem Beifall verabschiedet.

Bei Einbruch der Dunkelheit begrüßte Anna Fantl von der Filmstiftung dann die Gäste, gemeinsam mit Marita Wolter, Vorsitzende des Osterfelder Bürgerrings und des Oberhausener Kulturausschusses, Thomas Krey, Bezirksbürgermeister von Osterfeld, und Sabine Bergforth, der Organisatorin vom Kulturbüro Oberhausen. Dabei ging ein besonderer Dank an das Team des Bistro Jedermann der Caritas Oberhausen, das nicht nur für Getränke sorgte, sondern an allen Ecken und Enden tatkräftig anpackte. Freundlichen Applaus gab es für den Vorfilm „Kato“ von Julius Wiege, doch der große Hit war „Ein Mann namens Ove“, die skurril-lakonische Tragikomödie um den Griesgram Ove mit dem großen Herzen, die das Publikum sichtlich rührte.

Ein Mann namens Ove

Schiebermütze, Windbluse und ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter – der unfreiwillige Rentner und Witwer Ove ist ein Griesgram, bei dem die Katze des neuen Nachbarn ihre Jungen verstecken müsste. Tut sie aber nicht; im Gegenteil scharwenzelt sie nur umso inniger um den Siedlungsschreck herum, je mehr dieser die Schotten dicht macht und konzentriert auf sein letztes großes Lebensziel hinarbeitet, den Selbstmord. Ganz so einfach lagen die Dinge aber schon in Frederik Backmans beliebter Romanvorlage nicht, und auch die Verfilmung blickt augenzwinkernd hinter die Fassade des Mannes, der eigentlich gar nicht so übel ist; er müsste nur selbst davon überzeugt sein. Die Filmbewertungsstelle vergab das Prädikat »Besonders wertvoll«.

Regie: Hannes Holm

Mit Rolf Lassgård, Bahar Pars, Filip Berg, Ida Engvoll

Tragikomödie, Bestsellerverfilmung

Schweden 2015

117 Min.; FSK 12

 

Kurzfilm

Kato

Der schon seit langem in Deutschland lebende Kato (25) stammt ursprünglich aus Uganda und hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Doch seine Fähigkeiten reichen weit darüber hinaus. Mit seinem Geschick für Elektronik verschafft er sich einen Neben­verdienst, indem er in seinem Bekanntenkreis selbstreparierte Handys verkauft.

Regie, Montage: Julius Wiege
2019, 14 Min