Burg Ramsdorf zum Rückblick

Die Burg Ramsdorf wurde 1425 für den Münsterischen Fürstbischof Heinrich von Moers errichtet. Bereits 1451 in der Münsterischen Stiftsfehde wurde sie zerstört und anschließend teilweise wiederaufgebaut.

Im 17. Jahrhundert verfiel sie erneut. Das heute bestehende rechteckige Backsteingebäude mit Werksteingliederung wurde 1727 von den Brüdern Alexander und Anton Jungeblodt erstellt. Dabei blieben Reste der Anlage des 15. Jahrhunderts, vor allem der runde Eckturm, erhalten. Seit 1930 beherbergt die Burg das Museum Burg Ramsdorf. Die 1993 nach neuesten musealen Gesichtspunkten gestaltete Ausstellung gliedert sich in Abteilungen zur regionalen Ur- und Frühgeschichte, zur Stadt- und Sozialgeschichte sowie zur Naturkunde. Es bietet seinen Besuchern außerdem Einblicke in die Entwicklungsgeschichte Ramsdorfs und seiner Umgebung. »700 Jahre Ramsdorf Stadtrechte« werden im Jahr 2019 gefeiert.

Rahmenprogramm

Ab 19:000 Uhr wird der historische Sommerabend auf dem Burgplatz in Ramsdorf musikalisch untermalt. Erfreuen Sie sich an der mittelalterlichen Kulisse mit passenden Bewirtungsangeboten und Aktivitäten.

Zudem lädt das Burg-Museum zur Ausstellung von Vor- und Frühgeschichte ein.

Anfahrt

Navi: Burgplatz 4, 46342 Velen

ÖPNV: Von Borken oder Coesfeld mit der Linie R51 bis zur Haltestelle »Ortsmitte«. Zu Fuß geht es dann weiter über den Nettoparkplatz Richtung Brücke, die zum Burgplatz führt.

 

Knapp 400 Besucher fanden am bisher heißesten Tag des Sommers den Weg zur Burg Ramsdorf im Münsterland, um für einen Abend in die Vergangenheit einzutauchen. Viele nutzten die Gelegenheit, sich vorher bei Führungen durch die kühlen Kellerräume der Burg abzukühlen, andere investierten in Tulpenzwiebeln, die passend zum Film mit Echtheitszertifikat verkauft wurden. Bodo Ehling und sein Team von der Stadt Velen, die Veranstalter vor Ort, die stilecht in historischen Kostümen auftraten, trugen zur historischen Atmosphäre bei, genau wie das duo corretto, das mit klassischen Stücken für musikalische Unterhaltung sorgte.

Zur Begrüßung mit Anna Fantl von der Filmstiftung verteilten die Marktfrauen Velens unter großem Beifall Begrüßungstulpen an die Zuschauer. Anschließend stellte Konstantinos Sampanis seinen Kurzfilm „SON (Die Nacht im Hotel)“ persönlich vor und beantwortete viele interessierte Fragen aus dem Publikum. Dann war es so weit: Der Film “Tulpenfieber“ entführte die Zuschauer endgültig ins 17. Jahrhundert. Im historischen Ambiente der Burg kamen die prachtvollen Kulissen und Kostüme der Geschichte doppelt gut zur Geltung, was auch das Publikum sichtlich in Bann zog. „Das war ein schöner Abend“, lautete noch am nächsten Morgen der Kommentar in der örtlichen Bäckerei.

Als nächstes läuft bei den FilmSchauPlätzen am Freitag, 26. Juli, im Bürgerpark Maria Lindenhof in Dorsten, „Ewige Jugend“.

Tulpenfieber

Frisch aus dem Kloster ins Ehebett eines der reichsten und mächtigsten Kaufleute Amsterdams – für die mittellose Sophia ist dies der rettende Schritt zu Ansehen und Wohlstand. Das gewonnene Glück kann jedoch schnell verblassen, da des Kaufmanns Cornelis Sandvoort größter Wunsch nach einem Erben sich partout nicht einstellen mag. Um den Frust kurzfristig zu über­brücken, engagiert Sandvoort den Maler Jan Van Loos für ein Porträt der Eheleute. Dabei kommt es zu der delikaten Konstellation, dass sich Sophia in Van Loos verliebt. Der Fremdgang schafft eine Situation, die Sophia und ihren Gemahl zu gleichen Teilen zufriedenstellen sollte. Doch ausgerechnet Sophias Hausmädchen wittert die Chance, um eine lukrative eigene Rechnung aufzumachen.

Regie: Justin Chadwick

Mit Alicia Vikander, Dane DeHaan, Cara Delevigne, Christoph Waltz, Judi Dench

Drama, kulinarisches Märchen,

USA 2014;

106 Min.; FSK 6

 

Kurzfilm

SON (Die Nacht im Hotel)

Ein Vater will seinen depressiven Sohn retten. Am entscheidenden Abend dieser Mission macht er eine merkwürdige Begegnung.

Buch und Regie: Konstantinos Sampanis

2015, 13 Min.