Marktplatz zum Rückblick

In diesem Jahr finden die FilmSchauPlätze erstmalig auf dem Marktplatz in Rees statt. Der Reeser Marktplatz ist einer der größten am Niederrhein, er hat eine Größe von 8.000 qm und ist geprägt durch eine überwiegend in der Nachkriegszeit entstandene Architektur. Im Jahr 2015 wurde der Marktplatz im Rahmen einer Neugestaltung zur » Autofreien Zone« umgebaut. Hier findet seit vielen Jahren zweimal in der Woche ein Wochenmarkt statt. Der Marktplatz liegt im historischen Stadtkern, in unmittelbarer Nähe des Reeser Rathauses sowie der Reeser Rheinpromenade, die als eine der schönsten am unteren Niederrhein gilt. Rees ist eine fußballbegeisterte Stadt und verfügt bei knapp 22.000 Einwohnern über fünf Fußballvereine. 1228 erhob der Kölner Erzbischof Heinrich von Müllenark Rees zur Stadt, sie erhielt die gleichen Privilegien und Rechte wie das kölnische Neuss und ist damit die älteste Stadt am unteren Niederrhein.

Rahmenprogramm

Ab 19 Uhr: kostenlose Stadtführungen; Live-Musik vom Buena Ressa Music Club; Getränke und Gegrilltes, Popcorn und Eis; Sportaktionen der Reeser Vereine; Geschichtsverein präsentiert alte Rees-Filme.

Anfahrt

Navi: Westring, 46459  Rees (von den dortigen Parkplätzen sind es ca. 5 Minuten Fußweg zum Marktplatz in der Innenstadt)

Ein wetterfester FilmSchauPlatz in Rees

Fünf Fußballvereine bei knapp 22.000 Einwohnern – was lag näher, als in Rees den Film „Der ganz große Traum“ über die Anfänge des Fußballs in Deutschland zu zeigen? Dass das Publikum der FilmSchauPlätze sich nicht vom Regen beeindrucken lässt, zeigte sich hier ganz deutlich: Knapp 400 Besucher versammelten sich auf dem historischen Marktplatz, obwohl es kurz vor Beginn des Filmprogramms noch kräftig goss. Das hielt auch den Buena Ressa Music Club nicht auf, der im Vorprogramm für beschwingte Stimmung sorgte. Wieder waren einige Besucher extra angereist – eine Zuschauerin hatte sogar eine Übernachtung in einem umgebauten Kuhstall gebucht, um dabei zu sein.

Anna Fantl von der Filmstiftung und Bernd Hübner vom Verkehrs- und Verschönerungsverein Rees begrüßten die Gäste, freuten sich, dass Rees zum ersten Mal dabei war und sprachen den Anwesenden ihren Respekt für ihre Unerschrockenheit aus. Belohnt wurden die Gäste dann mit dem Kurzfilm „Heimspiel“ von Bogdana Vera Lorenz und dem Langfilm – und mit einer Filmvorführung, die bis zum Abspann trocken blieb.

 

Die FilmSchauPlätze bleiben am Niederrhein mit der nächsten Station, bei der am Dienstag, 13. August auf dem Abteiplatz beim Kloster Kamp-Lintfort „Die Päpstin“ gezeigt wird.

Der ganz große Traum

Der junge Lehrer Konrad Koch tritt nach längerem Englandaufenthalt 1874 seinen Dienst an einem Braunschweiger Gymnasium an. Englisch soll er unterrichten, Feindessprache also, denn in Braunschweig herrschen Zucht, Tugend und Ordnung nach preußischem Staatsideal. Da das auch die Schüler so sehen, holt der idealistisch und weltoffen gestimmte Koch seinen Joker aus dem Gepäck. Es ist ein Lederball, den es mit dem Fuß zwischen die Pfosten eines Tores zu treten gilt. Bei der Jugend kommt das gut an, das Lehrer­kollegium und der Förderrat der Schule sind dagegen not amused und setzen Koch mit der Drohung auf Entlassung unter Druck. Der hat auch deshalb viel zu verlieren, weil er sich in die liebreizende Klara verliebt hat.

Regie: Sebastian Grobler
Mit Daniel Brühl, Burghart Klaußner, Thomas Thieme, Justus von Dohnanyi, Axel Prahl
Drama, Kostümfilm
D 2010; 109 Min.,  FSK 0

 

Kurzfilm

Heimspiel

Hooligan und Ethiklehrer –  Andreas Vossen ist beides. Als ein neuer Schüler sein Doppelleben bedroht, beginnt ein Zweikampf, der den Lehrer in beiden Welten in die Enge treibt.

Regie: Bogdana Vera Lorenz
2009, 22 Min.
ifs Köln